KKL-Dokumentation: Leserbrief
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Leserbrief zum Artikel „Sanierungen in Leonberg – Finanzspritzen für die baulichen Sorgenkinder“ vom 24.03.2021 in der Leonberger Kreiszeitung:

In dem Artikel fällt Ihre Zeitung bedauerlicher Weise hinter den letzten Stand ihrer eigenen Berichterstattung über die alte Schuhfabrik zurück.

Der Satz  „Die Künstler hingegen kämpfen dafür, dass das ganze Gebäude saniert wird und sie dort bleiben können“ wird in seiner verkürzenden Aussage weder den derzeitigen Mieter/innen der alten Schuhfabrik noch ihrem Anliegen gerecht. Bereits Ende Oktober 2020 hat die LKZ korrekt berichtet, dass nicht nur die Künstler/innen der drei Gemeinschaftsateliers, sondern ebenso die Betreiber des Fachgeschäfts BILD+RAHMEN und der Kunstgalerie sich in der Initiative Kulturfabrik Künstlerhaus Leonberg (IKKL) zusammengeschlossen haben, die mit außenstehenden Unterstützern beständig wächst. Unsere Initiative setzt sich nicht allein dafür ein, dass die Mieter im Gebäude bleiben können. Vielmehr wirbt sie, wie ebenfalls die LKZ im Oktober berichtete, für dessen Umgestaltung in ein kulturelles Bürgerzentrum, welches Kulturschaffenden, Vereinen und allen kunst- und kulturinteressierten Bürger/innen der Stadt als Begegnungsstätte dient. Diese Idee für die Zukunft der Stadt Leonberg findet zunehmend Beachtung, auch im Gemeinderat.

Es ist daher umso weniger verständlich, warum mit „den Künstlern“ in Ihrem Artikel eine kleine Gruppe der an der Schuhfabrik Interessierten in den Vordergrund gerückt wird. Die Nennung der Initiative und deren Vorschläge würde die Wirklichkeit vollständiger abbilden.

Schließlich die Aussage, bis 1977 seien „in dem 200 Jahre alten Gebäude an der Ecke Steinstraße/Eltinger Straße Schuhe produziert“ worden. Hier gilt es, zwischen dem Vorderhaus und dem Fabrikgebäude zu unterscheiden. Wie bereits im Januar 2018 in der LKZ zu lesen war, wurde das 1821 errichtete, heutige Vorderhaus erst 1896 von streikenden Arbeitern zwecks Schuhproduktion erworben, zwei Jahre später wurde das heutige Fabrikgebäude angebaut. 200 Jahre alt ist also nur das vordere, ehemalige Färberhaus, der hintere Fabriktrakt ist 77 Jahre jünger, was bei der Beurteilung der Bausubstanz entscheidend sein kann.

Initiative Kulturfabrik Künstlerhaus Leonberg (IKKL)

Sprecherkreis

Chris Heinemann, Karin Albrecht, Tobias Kegler

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