Kunstgenuss mit Live-Musik und Poetry-Slam-Einlagen
Kunstgenuss mit Live-Musik und Poetry-Slam-Einlagen

Kunstgenuss mit Live-Musik und Poetry-Slam-Einlagen

Besucher/innen der “Kleinen Langen Kunstnacht” im Künstlerhaus unterstützen Ausbau zur Kulturfabrik

Songs im Geist des Rock`n`Roll: der Liedermacher Markus Klohr während der „Kleinen Langen Kunstnacht“ im Hof des Künstlerhauses Leonberg. Foto: IKKL

Trotz denkbar kurzfristiger Ankündigung haben sich die Ateliers im Künstlerhaus während der „Kleinen Langen Kunstnacht“, kurz „KLaKuNa“, am Samstag, 24. Juli 2021, von 19 bis 23 Uhr eines lebhaften Besucherzuspruchs erfreut.

An einem eigenen Stand konnten sich die Besucher/innen mit Info-Material über die aktuellen Aktivitäten der Initiative Kulturfabrik Künstlerhaus Leonberg (IKKL) versorgen. Neben diversen Flyern und neuen Briefkarten mit Motiven aus dem Umfeld der Schuhfabrik stieß die Kurzversion des von der Initiative erarbeiteten Konzepts für eine Sanierung mit dem Ziel der Umgestaltung in ein kulturelles Begegnungszentrum (Kulturfabrik) auf besonderes Interesse. Viele Besucherinnen bekundeten spontan ihre Solidarität und ermutigten die Initiative zum Weitermachen.

Nach dem pandemiebedingten „Einchecken“ im Hof, wahlweise per Luca-App oder Anwesenheitsliste, wurden die grüppchenweise eintreffenden Kunstfans ab 20 Uhr von Kunstgenuss mit Live-Musik und Poetry-Slam-Einlagen mit dem Vaihinger Liedermacher Markus Klohr und der Stuttgarter Slam-Poetin Therese Degen empfangen.

Auf einem von Initiative-Mitglied Werner Holler improvisierten Podium unter dem neuen Wandgemälde unterhielt der Barde mit eigenen Songs zur rockig gespielten Gitarre aus seinem Programm „Alles Klohr“. Darin verarbeitet er mit Liedern wie „Elternzeit“ oder „Herzbrecherlächeln“ mal augenzwinkernd, mal mit lästerhaftem Unterton die Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz im Allgemeinen und des Beziehungslebens im Besonderen. Die Sprachakrobatin Therese Degen präsentierte teils nachdenkliche, teils sehr unterhaltsame, mitunter zur Groteske neigende Texte aus der eigenen Feder, beispielsweise zu Themen wie „Kriegsenkel“ oder Facebook-Bekanntschaften mit „alten weißen Männern“.

Sprachakrobatik zum Mitmachen: die Slam-Poetin Therese Degen bezog im Künstlerhaus teilweise auch das Publikum in ihre Texte mit ein. Foto: IKKL

Während des erwarteten Gewitters zogen die Gastkünstler in eines der drei Ateliers im Künstlerhaus um, wo sie vom wechselnden Publikum reichlich Applaus ernteten. Auf großes Interesse stießen auch die neuen, teils während der Pandemie entstandenen Arbeiten der Ateliermitglieder. So zeigte Brigitte Guggenbiller Objektkästchen aus farbig gestalteten Orangenschalen und neue Gouachen auf Torchonpapier zum Thema „Meine Weinberge“, während Edeltraud Eisenhardt zu ihren großen „Wimmelbild“-Gemälden neue Briefkarten „à la Edi“ vorlegte. Zu Thomas Langs neuen Porträts mit „kleinem Blick hinter die Augen“ gesellten sich die expressiven Landschaften in Acryl von Karin Albrecht. Nebenan waren neue abstrakte Farbkompositionen „nach der Natur“ von Hannelore Schulz neben neuen Zeichnungen und Vorarbeiten für eine Auftragsarbeit von Sabine Rempp und großformatigen Photografien von Chris Heinemann mit jahreszeitlichen Impressionen aus der Umgebung der alten Schuhfabrik zu sehen. 

 

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